|
Xterra European Tour & Europameisterschaft auf Sardinien
am 30.05.2010
Was für ein geiles Rennen! Naja, vielleicht bis auf
die unangenehmen Nachwehen, aber dazu später mehr.
Jedenfalls konnte ich mir bei der Xterra
Europameisterschaft auf der traumhaften
Mittelmeerinsel Sardinien den 5. Rang sichern und
damit nach dem Defekt in Portugal Anfang April eine
gute Ausgangsposition für die European Tour
schaffen.
Schon auf der 1500m Schwimmstrecke im mit 18°C noch
recht kalten Mittelmeer konnte ich mich gut
behaupten und als 6. mit nur wenigen Sekunden
Rückstand auf die unmittelbare Konkurrenz aus dem
Wasser steigen. Leider hatte ich beim kurzen
Landgang nach der ersten von zwei 750m Runden
ungewohnte Probleme und bin etwas aus dem Rhythmus
gekommen. Das hat mich leider einige Sekunden und
den Anschluss an die Spitze gekostet, aber
wenigstens habe ich gemerkt, dass das viele
Skilanglauf- und Schwimmtraining im Winter gut
angeschlagen hat. Beim ersten Wechsel investierte
ich ein paar Zusatzsekunden, um den Trinkrucksack
anzulegen, anstatt nur mit Flaschen zu fahren. So
konnte ich bei der Hitze regelmäßig trinken, ohne
die Hände vom Lenker nehmen zu müssen. Das stellte
sich auch als gute Entscheidung heraus, denn so
konnte ich mich immer gut verpflegen und hatte bis
zum Schluss genügend Energie. Auf den 32km
Mountainbike im Bidderosa-Nationalpark lief es dann
auch richtig gut und so konnte ich konstant die
Leistung hoch halten und den 6.Platz behaupten. Mit
55sek Rückstand zum an 5. Stelle laufenden Nico
Pfitzenmaier ging es auf die 10km Crosslauf, die zur
Hälfte direkt am Strand entlang führten. Mit einer
der schnellsten Laufzeiten des Tages war dieser
Rückstand nach 5km aufgeholt und mit einer kurzen
Tempoverschärfung nach der Verpflegungszone setzte
ich mich an die 5. Stelle. Leider war der Abstand zu
Nicolas Lebrun vor mir mit 1:45 dann zu groß, um auf
den restlichen 5km noch weiter vor zu kommen. So war
das Motto dann nur noch konstant durch zu laufen und
die Platzierung zu halten.
Ich habe aber gemerkt, dass es kein Ding der
Unmöglichkeit ist, auch einen ehemaligen Weltmeister
wie Nico Lebrun zu schlagen. Ich muss nur weiter
konzentriert an meiner Mountainbikeleistung
arbeiten, denn da fehlen mir einfach einige Prozent.
Vielleicht bin ich da mit meinen 1,90m und 81kg dann
etwas zu groß und zu schwer und vielleicht auch
etwas zu risikoscheu in der Abfahrt. Was nicht
heißen soll, dass ich bergab klemme, aber manche
fahren Linien bergab, wo mir dann doch irgendwann
der Kopf sagt: "Ne, lass mal lieber!" Läuferisch
kann ich am Ende dann jeden schlagen. Im Ziel gab es
dann übrigens doch noch eine unangenehme
Überraschung, denn ich hatte mir im Sand solche
Blasen an den Füßen gelaufen, dass ich die beiden
Tage danach kaum gehen konnte. Gestern Abend nach
der Rückreise war der stärker malträtierte rechte
Fuß so sehr geschwollen, dass ich fast ins
Krankenhaus gefahren wäre, aber mit viel Kühlung und
Beine hoch legen haben wir es dann doch in den Griff
bekommen. Jetzt heißt es erstmal ausruhen.
Veranstalterseite
Ergebnisse
|