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Bericht von der Xterra European Tour auf Sardinien
am 31.05.2009
Der erste Xterra des Jahres ist immer etwas Besonderes. Man weiß nicht so
recht wo man steht und wie die anderen in Form sind. Ich
kann aber das Fazit ziehen, in der Vorbereitung zu 99% alles richtig gemacht zu haben. Besondere
Motivation gab mir aber die Hochzeit von Mandy und mir am Strand der Cala
Liberotto zwei Tage vor dem Xterra und so konnte ich
mit viel Kampf den 5.Platz erringen Aber der Reihe
nach:
Schon
einige Tage vorm Wettkampf angereist, konnte ich
mich in aller Ruhe mit der Strecke vertraut machen.
Diese war zwar identisch zu den Vorjahren, doch
durch ein starkes Unwetter im Frühjahr arg in
Mitleidenschaft gezogen. Die Tücken in den Abfahrten
gemeiner, die Steine und Felsbrocken noch größer und
noch mehr tiefe Sandstellen und überhaupt. Xterra
eben!
Passend
dazu sorgte ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer
für etwas Regen, angenehme Temperaturen und
ordnungsgemäße Brandung am Wettkampftag. Doch trotz
allem passierte auf der Schwimmstrecke nicht all
zuviel, denn diese war deutlich zu kurz geraten und
durch die angespülten Sandbänke zu großen Teilen
auch gut zu Fuß zu bewältigen. Die Abstände waren
dementsprechend gering und so sollte sich erst auf
der 30km MTB-Strecke durch den Bidderosa
Nationalpark das Feld sortieren. Mein Plan war,
nicht schon alle Körner auf dem Bike zu verschießen,
denn die abschließenden 10 Laufkilometer, die zu 50%
am Strand zu laufen waren, sollten noch richtig hart
werden. Das klappte auch ganz gut, doch fehlte mir
auf dem Bike irgendwie der richtige Druck an diesem
Tag. Ich war auch vor dem Rennen kein bisschen
nervös oder aufgeregt. Das war eher so ein an den
Start stellen und los schwimmen. Irgendwie fehlte
mir durch die traumhafte Hochzeit zwei Tage vorher,
sozusagen als das Hauptevent, die Anspannung. Ich
kam jedoch gut zurecht und fand gegen Ende der
zweiten Radrunde auch immer besser in den Wettkampf.
Als 9.
wechselte ich dann in die Laufschuhe und da lief es
dann richtig gut. Ich konnte einen nach dem anderen
überholen und mit der zweitschnellsten Laufzeit (nur
der Sieger Franky Batelier lief noch 20sek
schneller) auf den letzten Kilometern auch noch den
Ösi und Vizeweltmeister Michael Weiss distanzieren.
Da konnte mich dann auch ein ziemlich heftiger Sturz
auf den Felsen am Strand, bei dem ich mir das rechte
Knie ziemlich sehr geprellt und aufgeschürft habe,
nicht stoppen. So lief ich als 5. ins Ziel und
konnte sogar noch mit dem phantastischen und
zahlreichen Publikum abklatschen.
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