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Bericht von der Xterra Czech Tour in Décin
am 11.07.2009
Als
erste Etappe meiner kleinen "Wochenend-Cross-Tournee"
stand der Xterra im tschechischen Décin auf dem
Plan. Dieser gehörte zur Xterra Czech Tour und war
dementsprechend gut besetzt. An dieser Stelle muss
man sagen, dass die Tschechen den Xterra sehr
professionell betreiben und so auch immer hoch
motiviert und mit guter Konkurrenz am Start stehen.
Sehr angenehm war ich von dem kleinen Städtchen
Décin und dem Engagement der Veranstalter
überrascht. Décin liegt im Elbtal zu Füßen des
Elbsandsteingebirges und hat Einiges zu bieten.
Geschwommen wurden 3 kleinen Runden in der Elbe, und
da diese sehr viel Wasser führte und so auch eine
ordentliche Strömungsgeschwindigkeit hatte, zum
Glück nur mit der Strömung. Das bedeutete jeweils
einen kurzen Landgang, bei dem man stromaufwärts die
höchstens 150m wieder zurück rennen musste. Wegen
der starken Strömung brauchte man sich eigentlich
nur treiben lassen und so entstanden auch keinen
großen Abstände. Während der ersten Meter auf dem
Bike bildete sich dann aber schnell eine kleine
Gruppe, in der sich auch mein größter Gegner Jan "Honsa"
Kubicék befand. Als es nach einer kleinen
Einführungsrunde dann richtig ins Gelände ging,
konnten wir uns an der ersten steilen Rampe mit
einigen Schiebepassagen aber recht schnell absetzen.
Ich hatte super Beine und machte auch gleich weiter
Druck. Dem Tempo konnte auch Honsa nicht mehr lange
folgen. So war ich bald allein und konnte wie im
Rausch über den mit etlichen Höhenmetern gespickten
und technisch sehr anspruchsvollen
Mountainbikeparcour düsen. 20km ging es ständig hoch
und runter und das alles auf feinsten Wurzeltrails.
Eine der schönsten und abwechslungsreichsten
Strecken, die ich bis jetzt fahren durfte. Nach dem
Wechsel in die Laufschuhe hatte ich eine reichliche
Minute Vorsprung. Das genügte, um es auf den
abschließenden 5km etwas ruhiger angehen zu lassen
und Kräfte zu sparen. Mit der Gewissheit, dass diese
Zeit auf der kurzen Strecke niemand aufholen würde,
konnte ich schon auslaufen und das Rennen locker
kontrollieren. Im Ziel waren es noch 21sek auf Honsa,
der sich mit seinem Landsmann Jiranek noch ein Duell
beim Laufen lieferte. Mein Teamkollege Jens Buder
kam auf einem tollen siebten Platz rein und
vervollständigte so unser gutes Abschneiden. Auch er
hatte nach der geilen Radstrecke immer noch das
Grinsen im Gesicht.
Das
verging uns dann aber beim Anblick der "Duschen". Da
gab es nämlich keine. Da die Tschechen aber eben mit
viel Improvisationstalent gesegnet sind, hatten sie
fix die Feuerwehr geholt und diese saugte einfach
Wasser aus der Elbe. So konnte man sein Rad und sich
selbst zünftig unter dem kräftigen Strahl eines
C-Rohres vom Schlamm befreien. Eben voll Xterra!
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