Bericht vom 26. Leipziger LVB-Triathlon am 26.07.2009

Ein weiteres Saisonhighlight ist Geschichte. Beim 26. Leipziger LVB-Triathlon konnte ich trotz einiger gesundheitlicher Probleme den 2.Platz erkämpfen und für die TU Chemnitz meinen dritten deutschen Hochschultitel gewinnen.

Dabei standen die Vorzeichen denkbar ungünstig. Ich habe es vor dem Wettkampf nicht an die große Glocke gehangen, denn ich wollte meine vielen mitgereisten Fans und meine Familie nicht unnötig beunruhigen. Jedoch ging es mir vor dem Start eigentlich so, dass ich unter normalen Bedingungen zu Hause einen Tag ohne Sport eingeschoben hätte. Am Abend vorher hatte mich in Leipzig am Lagerfeuer noch der Physiotherapeut Mario Stern wegen einer Blockade im Rücken behandelt - vielen Dank noch mal an dieser Stelle - doch bin ich früh aufgewacht und konnte den Kopf kaum noch drehen. Das wurde zwar im Laufe des Morgens besser, jedoch nicht so, dass man hätte 100% geben konnte. Der Schnupfen, den ich schon einige Tage mit mir rum schleppte, war auch schlimmer geworden. Insgesamt waren die Weichen für mich also nicht auf großen Sport gestellt. Das soll aber keinesfalls die Leistung des Siegers Christian Ritter schmälern, denn er war an dem Tag echt sehr gut drauf.

Beim Schwimmen hatte ich dann natürlich die entsprechenden Probleme und habe auch eine richtige Packung von 2min bekommen. Das ist zwar nicht unaufholbar, doch natürlich schon ein gehöriger Rückstand. Mit der schnellsten Radzeit, einem 44er Schnitt und etwas Rückenschmerzen pflügte ich dann durch das Feld und legte die reichlich 43km unter 1h zurück. Das genügte allerdings nur, um auf den 2.Platz vor zu fahren, denn Christian Ritter war ähnlich schnell unterwegs. Ich wusste zwar, dass ich der deutlich schnellere Läufer bin, doch 2min über 10km sind eigentlich kaum machbar. Da störte es mich auch nicht weiter, dass ich auf Grund der hohen Leistungsdichte einige ungebetene Mitfahrer hatte, denn ich bin es vom Xterra gewohnt auch nach harten Radstrecken noch schnell zu laufen. Also hielt ich immer schön das Tempo hoch und sorgte so bei allen Beteiligten für Schmerzen in den Oberschenkeln. Das kam mir dann auch zugute, denn so konnte ich meine übrigen Konkurrenten auf den ersten Laufmetern leicht abschütteln und auch noch die schnellste Laufzeit hin legen. Das genügte aber nicht mehr, um ganz nach vorn zu kommen und so siegte letztendlich Christian noch mit wenigen Sekunden Vorsprung beim bestens organisierten Leipziger Triathlon.

Damit war mir zwar der nunmehr sechste Sieg am Kulkwitzer See vergönnt, doch konnte ich mich mit dem Deutschen Hochschultitel trösten und damit meine TU Chemnitz würdig vertreten.

Vielen Dank an die vielen Helfer und unzähligen Zuschauer, die für eine geniale Stimmung an der Strecke sorgten und mich so ordentlich nach vorn trieben. Es war wieder ein super Erlebnis für mich und trotz der Probleme, oder vielleicht auch gerade deshalb, eine schöne Erfahrung.

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